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Basis für Wachstum |
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Karl-Heinz Streibich
Vorsitzender des Vorstands
Darmstadt/Deutschland
Mitglied des Vorstands seit 2003.
Zuvor stellvertretender Vorsitzender der
Geschäftsführung der T-Systems GmbH.
Diplom-Ingenieur Nachrichtentechnik.
Berufliche Stationen: Dow Chemical,
ITT Industries, ITT-SEL (heute Alcatel/SEL),
AEG Olympia Office, debis Systemhaus.
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Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
die Software AG ist wieder im Markt sichtbar – als zweitgrößtes Softwarehaus Deutschlands und
einer der größten Softwareanbieter Europas. Den Umsatzrückgang haben wir gestoppt, die Profitabilität
signifikant gesteigert. Unsere Aktie zählt zu den erfolgreichsten im TecDAX, und wir
möchten – erstmals seit drei Jahren – wieder Dividende ausschütten.
Diesen positiven Wandel erreichten wir durch eine klare Agenda:
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Kunden-Feedback. Der erste Schritt galt dem Zuhören. Die Kunden zeichneten ein Stärken-/
Schwächen-Profil der Software AG.
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Strategische Ausrichtung. Auf Basis dieses Profils und der Unternehmensgeschichte definierten
wir die Strategie. Daraus entstanden die beiden Business Lines ETS Modernisierung und
XML Business Integration. Entwicklung und Verkauf von Produkten oder Lösungen, die nicht in
die Kernbereiche fallen, wurden eingestellt. Die strategische Neuausrichtung führte zu strukturellen
Änderungen: Unsere Landesgesellschaften fokussierten wir auf die Business Lines,
Forschung und Entwicklung wurden neu organisiert.
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Marketing und PR. Auf der Produktebene und in der Kundenansprache machten wir uns das
Talent der Anglo-Amerikaner in der Kommunikation zunutze. Beide Business Lines werden
jetzt von angloamerikanischen Marketing- und Vertriebsprofis geleitet. Zudem installierten wir
ein Kundenbesuchsprogramm. Es verpflichtet die 60 Top Executives weltweit zu regelmäßigen
Kundenbesuchen und öffnet der Software AG die Türen zu den Entscheidern. Unsere Präsenz
erzeugte in der Kundenbasis ein „Grundrauschen“: Man spricht wieder über die Software AG.
Unsere Public Relations und Investor Relations sind heute organisatorisch getrennt. Die Entwicklung
der Aktie und Sichtbarkeit des Unternehmens in führenden Medien spiegeln den Erfolg.
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Anpassung des Personals. Die Zentralfunktionen haben wir verschlankt und dem Markt
sowie der Unternehmenssituation angepasst. Einheiten, die nicht unsere Kernkompetenzen
bearbeiteten, wurden aufgelöst. Gleichzeitig verstärkten wir die Personalstruktur in kundennahen
Bereichen.
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Erneuerung des Produktportfolios. Wir konzentrieren uns auf Produkte und Lösungen,
die vom Kunden gewünscht und gebraucht werden. Ihre Komplexität entspricht den Kundenbedürfnissen
und -anforderungen. Damit reduziert sich die Bandbreite der Produkte bei
gleichzeitiger Vertiefung der Wertschöpfung.
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Zusammenarbeit Vertrieb, Marketing, F&E. Das für den Erfolg des Unternehmens existenzielle
Dreieck Vertrieb, Marketing und F&E funktioniert wieder besser. Wir richteten unsere F&E
klar auf die strategischen Business Lines aus. F&E, Marketing und Vertrieb wurden verknüpft.
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Geographische Vertiefung. Die Regionen der Software AG haben wir umgruppiert. Südeuropa
und Lateinamerika wurden zusammengefasst. Der angloamerikanische Raum bildet
nun gemeinsam mit Nordeuropa eine Region. Die Märkte der MOE-Staaten und APEC-Mitgliedsländer
sind mit dem Nahen Osten, China und Russland verbunden. Erste Erfolge
der Neustrukturierung zeigten sich unmittelbar.
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Bei Change-Management-Prozessen spielt die Unterstützung der Mitarbeiter stets eine wesentliche
Rolle. Von Beginn an haben wir unsere Strategie intern kommuniziert und die Beschäftigten
mit einbezogen. Da die Ausgangslage bekannt war, konnten wir auf grundsätzlichem Verständnis
für den Wandel aufsetzen.
Die Konzentration auf Kernkompetenzen gab den Mitarbeitern ein klares Signal. Sie verdeutlichte,
dass es darum ging, auf bestehende Leistungen und vorhandene Technologieführerschaft
aufzubauen. Organisatorische Veränderungen und Veränderungen der Produktportfolios waren
erste wichtige Schritte des Turnarounds. Wir involvierten leitende Mitarbeiter, die zum Teil schon
sehr lange dem Unternehmen angehören. Dies vermittelte Kontinuität und reduzierte Bedenken.
Schnelle Erfolge motivierten die Mitarbeiter. Die gute Performance der Aktie und die
Präsenz der Software AG in den Medien überzeugten die Beschäftigten von der Richtigkeit
unseres Weges.
Mit der Ausrichtung auf die zwei Business Lines und der geographischen Vertiefung konsolidierten
wir die erreichten Veränderungen. Die künftige Verstärkung des Vorstands durch
Dr. Peter Kürpick, der das Integrationsgeschäft verantworten wird, unterstreicht die Attraktivität
der Software AG. Nicht zuletzt gestalteten wir als äußeres Zeichen des Kulturwandels die Konferenzzone
der Unternehmenszentrale für unsere Kunden um. Sie ist heute ein offener Treffpunkt
für unsere Mitarbeiter und Kunden weltweit.
Für die Software AG war 2004 ein erfolgreiches Jahr. Die Unterstützung der Kunden, Analysten
und Investoren, Journalisten und Mitarbeiter trug entscheidend zum Erfolg bei. Dafür bedanke
ich mich im Namen des gesamten Vorstands. Ich bin überzeugt, dass es sich auch weiterhin
lohnt, auf die Software AG zu setzen – auf ein Unternehmen mit klaren Zielen, überzeugenden
Stärken und fundierten Wachstumspotenzialen.
Karl-Heinz Streibich
Vorsitzender des Vorstands
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