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Risiken durch Rechtsstreitigkeiten
Im Zuge der Fortentwicklung der Rechtssprechung
zum Patentrecht in den USA und in der Europäischen
Union wird Software zunehmend dem
Patentschutz unterworfen. Damit wird auch die
Software AG in Patentrechtsverfahren einbezogen.
Zurzeit laufen zwei solcher Rechtsstreitigkeiten
in den USA. Für beide Verfahren sind Rückstellungen
gebildet worden. Detaillierte Informationen
enthält der Anhang des Konzernabschlusses.
Darüber hinaus besteht das Risiko, im Zusammenhang
mit Vertriebsstreitigkeiten in Gerichtsverfahren
einbezogen zu werden. Die Software AG befand
sich mit einem israelischen Softwarehaus in einer
solchen rechtlichen Auseinandersetzung. Der
Rechtsstreit endete im Januar 2005 durch Vergleich.
Die zu zahlende Vergleichssumme ist im Jahresabschluss
2004 in voller Höhe berücksichtigt.
Risiken durch US-Exportbestimmungen
Die US-Exportkontrolle an Länder unter US-Embargo
oder an Geschäftspartner, die auf der US-Sperrliste
stehen, tangiert unsere Forschung und Entwicklung
in den USA. Die US-Exportbestimmungen greifen
auch bei Produkten, die lediglich US-amerikanische
Bestandteile enthalten. Die Software AG unterhält
unter anderem in den USA ein Forschungszentrum.
Wenn dieses Zentrum mit mehr als 10 Prozent an
der Entwicklung von Produkten des Unternehmens
beteiligt ist, fällt dieses Produkt unter die Gesetze
und Bestimmungen der USA, die die Exportkontrolle
regeln. Die Software AG, die Kunden in mehr
als 70 Ländern weltweit hat, sichert sich gegen
diese verschärften Exportkontrollen durch eine
Reduktion des Anteils der Forschung des amerikanischen
Forschungszentrums auf unter 10 Prozent
ab.
Sicherung von Akquisitionen
Teil der Wachstumsstrategie der Software AG ist die
Akquisition von Unternehmen zur Erweiterung des
Technologieangebotes. Die Software AG hat zur
Sicherstellung einer erfolgreichen Akquisition in der
Prä- und in der Post-Akquisitionsphase Prozesse
definiert.
- Prä-Akquisitionsphase: Die Auswahl eines möglichen
Akquisitionsobjektes erfolgt unter genauer
Analyse des wirtschaftlichen Zustandes. Darüber
hinaus wird intensiv analysiert, ob die Technologie
eine logische und konsistente Erweiterung unserer
Strategie darstellt und ob die Unternehmenskultur
des zu erwerbenden Unternehmens mit
der der Software AG kompatibel ist.
- Post-Akquisitionsphase: Um mögliche Problemfelder
schnellstmöglich zu erkennen, findet eine
enge Kontrolle von Finanzen, Rechtsfragen,
Forschung und Entwicklung, Vertrieb, Marketing
und interner Kommunikation statt.
Verlust von Wissensträgern
Die Software AG ist Technologieführer in der
Entwicklung von Technologien im Bereich Hochleistungsdatenbanken
und Integration. Daher sind die
Wissensträger in Forschung und Entwicklung Ziel
von Abwerbungsversuchen durch die Konkurrenz.
Die Software AG sichert sich gegen diese Abwerbungsversuche
durch folgende Maßnahmen ab:
- Identifikation der Wissensträger
- Motivation
- (teilweise) Vereinbarung einer Wettbewerbsklausel.
Wechselkursrisiken
Als international operierendes Unternehmen ist der
Software AG Konzern in unterschiedlichen Währungsräumen
tätig und damit Wechselkursrisiken
ausgesetzt. Auf Grundlage interner Richtlinien
werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt,
um Auswirkungen von Wechselkursänderungen zu
reduzieren. Neben der Absicherung von bestehenden
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten
werden mit den Sicherungsinstrumenten
auch geplante Zahlungsströme sowie Ergebnisse
einzelner Konzerngesellschaften, die in Fremdwährung
erwirtschaftet werden, gegen Wertänderungen
durch Wechselkursschwankungen abgesichert.
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