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IT-Investitionen im Aufwärtstrend
Die weltweiten Ausgaben für Informationstechnologie
nahmen im Berichtsjahr erstmals wieder
nennenswert zu. In den Vereinigten Staaten wurden
im ersten Halbjahr Zuwächse um 15 Prozent
verzeichnet, die sich allerdings in den Folgemonaten
abschwächten. Für Westeuropa rechnet die
Herbstprognose des European Information Technology
Observatory (EITO) mit einem IT-Wachstum
von 2,3 Prozent im Jahr 2004. Deutlich schwächer
entwickelte sich der deutsche IT-Markt, für den
EITO ein Wachstum um 1,9 Prozent prognostiziert.
Der Bundesverband Bitkom rechnet für den
deutschen Softwaremarkt mit einem Anstieg um
3,5 Prozent.
Entscheidende Regionen des weltweiten IT-Markts
sind nach wie vor die USA und Europa. Rund
43 Prozent des weltweiten ITK-Absatzes entfallen
auf den amerikanischen, ein Viertel auf den westeuropäischen
Markt. In den Wachstumsmärkten
Indien, China und Osteuropa stieg die Nachfrage
nach Informationstechnologie stark an. 10 Prozent
der internationalen Ausgaben für Information und
Telekommunikation sind bereits Asien zuzurechnen.
Entwicklung des Softwaremarktes
Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Ausgaben für
Softwarelizenzen und Wartungskosten weltweit
um 0,5 Prozent auf 147 Milliarden US-Dollar zurück.
Investitionen in Software fanden vorrangig unter
Gesichtspunkten der Rationalisierung statt.
Die Aufwendungen für Systeminfrastruktur stiegen
um 0,3 Prozent auf 76 Milliarden US-Dollar, diejenigen
für Informationsmanagement um 2,5 Prozent
auf 17 Milliarden US-Dollar. Für Unternehmens-
Anwendungen wurden 23 Milliarden US-Dollar
aufgewandt, 3,5 Prozent weniger als im Vorjahr.
Ausgaben für andere Anwendungen reduzierten
sich um 1,8 Prozent auf 31 Milliarden US-Dollar.
Echtzeit als zentrales Kriterium
Integration bestehender Anwendungen und umfassender
Zugriff auf alle relevanten Informationen
in Echtzeit fördern die Transparenz der Unternehmenstätigkeit.
Dies stellte 2004 ein entscheidendes
Ziel der Investitionen in Software dar. Vier Kernbereiche
adressieren den seitens der Kunden gewünschten
Zugriff auf Prozesse, Unternehmensdaten
und Informationen in Echtzeit:
- Erweiterte Business-Intelligence-Systeme erfassen
sämtliche Schlüsselinformationen über die laufende
Unternehmenstätigkeit, werten diese aus
und leiten sie maßgeschneidert weiter.
- Business-Integrations-Technologien nutzen Modelle
der Unternehmensprozesse und können die
Verarbeitung von langfristigen wie kurzzeitigen
Transaktionen integrieren. Diese Fähigkeit ist
Grundvoraussetzung für die Business-to-Business-Integration.
- Supply Chain Event Management ermöglicht
Echtzeitzugriff auf alle Informationen entlang der
Lieferkette.
- XML-Technologie wird zunehmend genutzt und
erlaubt die Automatisierung von Prozessen –
sowohl innerhalb von als auch zwischen Unternehmen.
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