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  „Corporate Governance steigert den Unternehmenswert.“  
     
  Hohe Transparenz, verlässliche Unternehmensführung und wirksame Unternehmenskontrolle gewinnen weltweit immer mehr an Bedeutung. Die Software AG ist eines jener Unternehmen, die den Verhaltensempfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ohne Einschränkung entsprechen. Frank F. Beelitz, Vorsitzender des Aufsichtsrats, und Karl-Heinz Streibich, Vorsitzender des Vorstands, erläutern den Stellenwert der Corporate Governance für das Unternehmen.

Frage: Die Software AG setzt auf wirksame Corporate Governance. Welche Bedeutung messen Sie dabei den Grundsätzen des Deutschen Corporate Governance Kodex zu?

Karl-Heinz Streibich: Ein charakteristisches Kennzeichen der Software AG ist ihre weltweite Ausrichtung. Wir agieren auf globalen Märkten und adressieren sowohl deutsche als auch ausländische Investoren. Mit dem Commitment zum Corporate Governance Kodex akzeptieren wir international anerkannte Standards guter Unternehmensführung. Das Vertrauen in unser Unternehmen wird dadurch nachhaltig gefördert.

Frank F. Beelitz: Verantwortungsvolle Unternehmensleitung ist im Grunde genommen ein Synonym für Zukunftssicherung und damit für die Software AG kein neues Thema. Der Kodex ermöglicht es, die eigenen Aktivitäten in einen transparenten Kontext zu stellen und zeigt Optimierungspotenziale auf. Die hieraus resultierenden Chancen haben wir von Beginn an genutzt.

Frage: Corporate Governance lebt von permanenten Verbesserungen. Welche Fortschritte konnte die Software AG 2004 erreichen?

Frank F. Beelitz: Die Software AG entsprach den verpflichtenden und freiwilligen Regelungen des Kodex schon in den voran gegangenen Jahren mit wenigen Ausnahmen. In 2004 haben Vorstand und Aufsichtsrat die letzten Schritte unternommen, um die Empfehlungen vollständig zu erfüllen. So erfolgte die Rechnungslegung im vergangenen Geschäftsjahr erstmals nach IFRS, den International Financial Reporting Standards. Mit der internationalen Bilanzierung erhöhen wir Transparenz und Vergleichbarkeit. Aufgegriffen wurde auch die Empfehlung, die Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder individuell auszuweisen. Um die Vorstandsvergütung noch enger an den Geschäftserfolg zu koppeln, ist sie seit Anfang 2005 zu zwei Dritteln an Umsatz-, Ertragsund anderen Unternehmenszielen orientiert. Rund 30 Prozent der variablen Vergütung werden erst in den Folgejahren ausgezahlt, was der gewünschten langfristigen Anreizwirkung entgegenkommt.

Frage: Streben Sie in puncto Corporate Governance eine Vorbildfunktion an?

Karl-Heinz Streibich: Indem wir die Regelungen des Kodex möglichst weitgehend erfüllen, dokumentieren wir Verantwortungsbewusstsein. Eine entsprechende Außenwirkung stellt sich automatisch ein, ist aber nicht das zentrale Ziel. Unternehmensführung im Sinne der Corporate Governance ist für die Software AG kein Selbstzweck. Vielmehr sehen wir hierin eine Investition, die zwar Anstrengungen erfordert, aber auch zusätzliche Stärken erschließt. Elemente wie der weltweite Aufbau eines Compliance-Systems oder die Bilanzierung nach internationaler Rechnungslegung sind wirksame Mittel, um die Position der Software AG zu sichern und zu festigen.

Frage: Studien bestätigen den Zusammenhang zwischen überzeugender Unternehmensführung und positiver Entwicklung des Aktienkurses. Ist vorbildliche Corporate Governance ein zugkräftiges Argument?

Frank F. Beelitz: Corporate Governance ist nie die alleinige Ursache überzeugender Performance. Aber sie kann zusätzliche positive Impulse liefern. Investoren schätzen die Einhaltung der Verhaltensregeln und bevorzugen Unternehmen, die sich in dieser Hinsicht beispielhaft aufstellen. Insbesondere im angelsächsischen Raum sind Fairness gegenüber Kapitalgebern und die Qualität der Unternehmensführung wesentliche Kriterien.

Karl-Heinz Streibich: Dabei reicht die Zugkraft deutlich über den Kapitalmarkt hinaus. Eine gute Corporate Governance stärkt das Ansehen des Unternehmens in allen Feldern bis hin zum operativen Geschäft. Daraus erwachsende Vorzüge erschließen Wettbewerbsvorteile und fördern damit in Teilen auch den Markterfolg. Der Wert des Unternehmens steigt – an der Börse ebenso wie im Markt.

 
     
 
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