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Nicht alle asiatischen Länder haben konsumentenorientierte Wirtschaftssysteme, doch immer
mehr Staaten entwickeln sich zu Produktionszentren für Güter, die auf die Märkte in Europa
und Nordamerika gelangen. Auf diese Weise entstehen Arbeitsplätze, das Pro-Kopf-Einkommen
der Bevölkerung steigt, und mit ihm eröffnen sich auch in Asien neue, auf Kunden
ausgerichtete Märkte. Vermutlich wird noch einige Zeit vergehen, bis die Wirtschaft das
Niveau vor der asiatischen Krise wieder erreicht. Doch einige Länder wie China, Korea, Thailand
und Indien verzeichneten selbst in ökonomisch schwachen Phasen wie in den letzten Jahren gute
Zuwachsraten. Die asiatischen Märkte sind die
Wachstumsmotoren der Zukunft.
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Schauplatz Singapur
Zu Beginn der 90er Jahre beschloss Celanese Chemicals den Bau einer Vinylacetat-Anlage in
Südostasien, der damals wachstumsstärksten Region der Welt, und zog eine Reihe von Standorten
in Erwägung. Schließlich fiel die Entscheidung zugunsten von Singapur, weil das Land neuen
Geschäften besonders aufgeschlossen gegenübersteht und Unternehmen, die sich hier ansiedeln
wollen, tatkräftig unterstützt. Das Jurong Island-Konzept war noch in der Vorbereitung, dennoch
stand fest, dass Singapur dazu beitragen wollte, die zum Erfolg nötige Infrastruktur zu schaffen.
Heute gilt die Insel als globales Modell für einen integrierten Standort, denn sie verfügt über eine
gute Infrastruktur und die Nähe zu Zulieferern und Kunden.
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Der Standort von Celanese Chemicals liegt auf Jurong Island vor der Küste
Singapurs. Der Komplex ist ein globales Modell für einen integrierten Standort.
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Die drei Celanese Anlagen, die Essigsäure,
Essigsäureanhydrid und Vinylacetat
herstellen, werden von einer gemeinsamen
Meßwarte betrieben.
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Seit der Inbetriebnahme der 170.000 Tonnen Vinylacetat-Anlage 1997 produziert Celanese
Chemicals in Singapur. Im Jahre 2000 wurden zwei weitere Anlagen angefahren, eine mit einer
Produktionskapazität von 100.000 Tonnen für die Herstellung von Ethyl- und Butylacetat und
eine hochmoderne Essigsäureanlage mit einer jährlichen Kapazität von über 500.000 Tonnen.
Die Essigsäureeinheit in Singapur nutzt das gleiche weltweit führende Verfahren der Carbonylierung
von Methanol zu Essigsäure wie der mit 1,2 Millionen Tonnen Jahreskapazität größte
Standort des Unternehmens in Clear Lake, Texas. Die Forschung hat diese Technologie immer
weiter verbessert, so dass Celanese die Kapazität in Clear Lake von 590.000 Tonnen im Jahre 1995
auf gegenwärtig 1,2 Millionen steigern konnte. Durch Einführung der neuesten AO Plus™ (Acid
Optimization)-Technologie in Singapur könnte der Standort seine Produktionskapazität nahezu
verdoppeln. Durchschlagende Erfolge wurden auch bei der Vinylacetatmonomer-Technologie
erzielt: Die jüngste Verbesserung, VAntage™, führte zu einer signifikanten Steigerung der
Produktionseffizienz bei geringeren Herstellungskosten. Celanese ist dadurch in der Lage,
die Produktionskapazität um den Ausstoß einer Anlage von Weltmaßstab zu erhöhen, und das
für nur 10 - 15 % der Kosten, die für den Bau einer neuen Anlage anfallen würden. Celanese ist
nunmehr für die wachsende Nachfrage des asiatischen Vinylacetatmonomer-Marktes gerüstet.
„Wir gehören zu den asiatischen Herstellern. Bei Vinylacetat, Essigsäure und Essigsäureester
können wir mit jedem anderen Produzenten vor Ort konkurrieren“, betont George McGinn,
Managing Director Celanese Pte Ltd. „Einige bieten günstigere Frachtpreise, doch unsere
exzellente Essigsäuretechnologie macht diesen Vorteil mehr als wett.“
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Wachstumsmöglichkeiten
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George McGinn, Managing Director von Celanese Pte Ltd. in Singapur.
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Celanese Chemicals sucht nach immer neuen Investitionsmöglichkeiten sowohl in Singapur
als auch in anderen Ländern, darunter China. „Zu unseren Optionen gehört der Ausbau bereits
bestehender Produkte wie Essigsäure und Vinylacetat, doch halten wir auch Ausschau nach
Möglichkeiten, um unser Portfolio zu erweitern. Unser Ziel ist Wachstum, und wir gehen davon
aus, dass Asien seine Position als Lieferant für Europa und Nordamerika ausbauen wird. Neue
Investitionen können zur Entstehung eines Konsumentenmarktes und damit zur Nachfragesteigerung
beitragen“, betont McGinn. In China verfügt Celanese Chemicals über eine Vielzahl von
Repräsentanzen, die eingerichtet wurden, um mögliche Kunden, die in US-Dollar zahlen, zu
erreichen. Kürzlich wurde eine weitere Handelsgesellschaft in Shanghai gegründet, die nicht nur
US-Dollar, sondern auch Zahlungen in lokaler Währung akzeptiert. Die Geschäftsabwicklung in
China gestaltet sich immer noch sehr schwierig. Häufig müssen Endnutzer den Weg über lokale
Handelsgesellschaften nehmen, um Importe zu finanzieren, da ausländische Währungen nach
wie vor nur in begrenztem Maße erhältlich sind. Zur Zeit benötigt das Unternehmen für nahezu
alle Verkäufe Kreditbriefe, was die ohnehin komplexen Transaktionen zusätzlich erschwert.
Je aufgeschlossener China sich gegenüber gängigen Verfahrensweisen der World Trade Organization
zeigt, umso leichter lassen sich Geschäfte abwickeln. Was die Geschäfte von Celanese
Chemicals in Singapur anbetrifft, so erweist sich der E-Commerce als immer wichtigeres Standbein.
Annähernd 25 % der Transaktionen beginnen mit einer Bestellung in Chem-VIP, der
E-Commerce-Site von Celanese Chemicals. „Unsere neuen Bestellmöglichkeiten sind für
unsere Kunden sehr attraktiv, zumal wir Fragen zu Lieferungen und Bedingungen wesentlich
zeitgerechter beantworten können“, sagt McGinn.
„Gerade durch diese Verbindung zu unseren Kunden zeichnen wir uns auf dem Markt aus.
Gleichzeitig legen wir aber Wert auf die starke Präsenz unserer Vertreter vor Ort, auf Repräsentanten,
die die Sprache der einheimischen Geschäftsleute sprechen, ihre Kultur und ihr
Geschäftsumfeld kennen. Wir sind sehr stolz auf unser Verkaufs- und Marketingteam in Asien und
glauben, dass ihre Begeisterung und ihre Professionalität uns beträchtliche Wettbewerbsvorteile
vor Ort verschaffen.“
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