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Ruhmreiche Geschichte fortsetzen
Die Ruhrchemie zeichnet sich seit ihren Anfängen durch ein enges wissenschaftlich-ingenieurtechnisches
Netzwerk und durch die eindrucksvolle Fähigkeit aus, Erfindungen schnell in Pilotanlagen und schließlich
in die Großproduktion umzusetzen. Berühmte Beispiele hierfür sind das von der Ruhrchemie in Generallizenz
genommene und weiter entwickelte Fischer-Tropsch-Verfahren zur Gewinnung von Kohlenwasserstoff
und die Hydroformylierung, genannt Oxosynthese von Otto Roelen (1897-1993).
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Die Ruhrchemie hat Technologiegeschichte
geschrieben: von der Fischer-Tropsch-Anlage
(l; synthetische Treib- und
Schmierstoffe) bis zur Oxo-Synthese (r; Oxo-
Destillationskolonnen heute).
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Am Anfang, das heißt im Jahre 1927, stand die technologisch-ökonomische Herausforderung, den Überschuss an
Kokereigas, der im Kohlerevier des Ruhrgebietes anfiel, nicht nur zur Energieerzeugung, sondern auch in der chemischen
Wertschöpfungskette zu nutzen. Chemie aus Kohle lautete die Vision. Die Ruhrchemie konzentrierte sich in ihrer
Startphase auf die Gewinnung von Ammoniak für die Düngermittelherstellung und auf die Erzeugung von synthetischen
Treibstoffen. Später lag der Schwerpunkt dann auf der Oxo-Synthese, durch die Aldehyde und Alkohole vornehmlich für die
Schmier- und Waschmittelerzeugung gewonnen wurden.
Die Oxo-Synthese, die heute Oberhausen zu einem der technologisch führenden Standorte für Fein- und Spezialchemikalien
macht, ist aufs Engste mit der Katalysetechnologie verbunden. Hier haben auch Forscher aus dem eigenen
Hause Bahnbrechendes geleistet. Die Hälfte der rund 2.500 Patente, die die Ruhrchemie in ihrer 75-jährigen Geschichte
entwickelt hat, betreffen den Katalysesektor. Auch heute sind Katalysatoren der wichtigste Hebel, um in der Chemie
neue Produkte zu synthetisieren und Verfahren effizienter zu machen.
In den 50er Jahren verschaffte sich die Ruhrchemie mit den Kunststoffen ein zweites Standbein.
Eine Pionierleistung stellt die technische Entwicklung des Niederdruckverfahrens für
Polyethylen (HDPE) dar. Auch hier gelang es innerhalb weniger Jahre die Großproduktion
aufzunehmen. Das besonders hochmolekulare Polyethylen, GUR®, gehört noch heute zu den
widerstandsfähigsten und vielseitigsten technischen Kunststoffen.
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Technologieführerschaft ausbauen
Mit der weltweit ersten Großanlage zur Herstellung von Cycloolefin Copolymer (COC) in Oberhausen hat die
Celanese im Jahre 2000 einen neuen technologischen Meilenstein im Kunststoffbereich gesetzt. Der
hochtransparente Kunststoff mit dem Markennamen Topas® verfügt über hervorragende Eigenschaften und
findet in einem breiten technologischen Arbeitsgebiet, von der hochwertigen Verpackung von
Pharmaka über optische Anwendungen bis hin zur Medizintechnik, Verwendung. Dieser innovative
Werkstoff gehört zu unseren Investitionen in die Zukunft.
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Neue Wachstumsmärkte für Spezialchemikalien
Celanese verfügt in Oberhausen im Bereich der chemischen Zwischenprodukte über ein nahezu
einzigartiges Know-how. Insbesonders bei den Carbonsäuren sind wir die Nr. 1 und bieten eine
Reihe von Spezialchemikalien an, z.B. Aromachemikalien, bei denen wir uns in wachsenden
und lukrativen Märkten bewegen. Ein weiteres Wachstumsprodukt ist TCD Alkohol DM, ein
spezielles Polyol, das in ganz unterschiedliche Märkte geht. Celanese ist einer der führenden
Hersteller von TCD Alkohol DM. Verschiedene Typen des TCD Alkohols werden zur Herstellung von
Spezialpolymeren für Farben sowie zur Beschichtung und Härtung von Kunststofflinsen
und optischen Fasern eingesetzt. Besonders schnell wachsende Anwendungen sind die
Beschichtung von Compact Discs (CDs) und anspruchsvolle spezielle Klebeschichten für DVDs.
Vor diesem Hintergrund ist eine Kapazitätsausweitung der Anlage noch für 2003 geplant.
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Grundsteinlegung für eine Neopolyolester-Anlage
Im Oktober 2002 hat Celanese zusammen mit der Hatco Corporation den Grundstein für eine
Neopolyolester (NPE)-Anlage in Oberhausen gelegt. Hatco mit Sitz in Fords, New Jersey, ist
einer der führenden Hersteller von synthetischen Schmiermitteln für Kühlanlagen, Automotoren,
Flugzeugturbinen und anderen anspruchsvollen Anwendungen. NPE wird im Produktionsverbund
hergestellt. Celanese produziert am Standort Oberhausen bereits die für die NPE wichtigsten
Ausgangsstoffe Carbonsäure und Polyole. Das Joint Venture wird von Oberhausen aus vor
allem den europäischen Markt versorgen.
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Claudio Sonder (rechts) und Dr. Alex
Kaufman, CEO Kaufman Holdings/
Hatco, setzen am 28. Oktober 2002 zum
Spatenstich für die neue gemeinsame
Neopolyolester-Anlage am Standort
Oberhausen an.
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Mit dem Joint Venture namens Estech wird sich Celanese in ihrer chemischen Wertschöpfungskette
weiter vorwärts integrieren. Die Kompetenz von Hatco sowie das lokale Know-how bei
der kostengünstigen Herstellung von Rohstoffen bringen die ideale Voraussetzung für die Positionierung
des Joint Venture als Marktführer in Europa mit. In der ersten Ausbaustufe wird die NPE-Anlage eine
Jahreskapazität von 7.000 Tonnen haben und verschiedene Basisester und Mischungen herstellen. Der
Produktionsbeginn ist für Herbst 2003 geplant.
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Richtfest für eine neue Synthesegasanlage
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Die 3-D-Darstellung der neuen Neopolyolester-Anlage zeigt die
Dimensionen der modernen Freianlage und der Versorgungstanks.
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Das Synthesegas aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff bildet die Versorgungsbasis für die Oxoprodukte
und Spezialchemikalien am Standort Oberhausen. Die bisherige SAR-Syngas-Anlage,
die Synthesegas aus schwerem Heizöl produziert, erwies sich aufgrund der zu erwartenden hohen
Reparaturaufwendungen und großen Komplexität als nicht mehr wirtschaftlich. Im April 2002
wurde mit dem Bau einer neuen Synthesegasanlage Oberhausen-SAO begonnen, und im Oktober konnte bereits
das Richtfest gefeiert werden. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Mitte 2003 vorgesehen. Die neue
Anlage arbeitet auf der Basis von Erdgas und ist wesentlich zuverlässiger und umweltfreundlicher als ihre
Vorgängerin.
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Der Standort Oberhausen ist begehrte Ausbildungsstätte für rund
60 Auszubildende in allen Berufen rund um das Chemiegeschäft.
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In einer Zeit, in der es in der industriellen Chemie darauf ankommt, sich im Konsolidierungsprozess
der Branche einen Kostenvorteil zu sichern und für die Produktion von wachstumsstarken
Produkten zur Verfügung zu stehen, erhöht die neue Synthesegasanlage die Attraktivität
des Standortes Oberhausen. Zu den Vorzügen des kombinierten Standortes zählt auch das
besonders hohe Qualifikationsniveau der rund 1.200 Mitarbeiter von Celanese Chemicals und
Ticona. Oberhausen ist derzeit Ausbildungsstätte für rund 60 junge Menschen. Oberhausen fügt
sich in unsere Wachstumsstrategie ein, Standorte in Regionen auszubauen, von denen aus wir
an einem nachhaltigen Wachstum teilnehmen wollen.
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