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„Wichtig für den Markterfolg einer Wandfarbe
ist, wie sie sich anfühlt. Wie dick und klebrig ist
die Farbe, spritzt sie, rutscht die Rolle durch?“
Malermeister Henning vom Dispersionsgeschäft
weiß, worauf die Kunden achten. Während er
im Farbenlabor die unterschiedlichen Farben
aufträgt und beschreibt, untersuchen seine
Kollegen im Analytik-Labor die Eigenschaften
der verschiedenen Dispersionen, die Wasser und
Pigmente verbinden.
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Ist der Kunde mit der Anstrichfarbe zufrieden?
Diese Frage kann Malermeister
Bernd Henning beantworten, der
die Anstrichfarben kontinuierlichen Praxistests
unterzieht.
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Beschichtungen müssen Sonnenlicht
und Hitze standhalten. An dieser
Teststation werden die Beschichtungen
extremer Hitze und Lichtbestrahlung
ausgesetzt, um deren Beständigkeit zu
prüfen.
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Kunden bestimmen das Geschäft
„Wir müssen die Wünsche unserer Kunden genau kennen. Dazu gehören auch die Erwartungen,
die Endkunden haben. In unseren Farb- und Klebstofflabors sowie im Freibewitterungsgelände
testen wir die Endprodukte unter vergleichbaren Bedingungen wie unsere
Kunden und die Endverbraucher in der Realität und können unsere Dispersionen entsprechend
weiterentwickeln und verbessern“, erläutert Rolf Kuropka, Leiter des technischen Marketings in
Deutschland, die Ziele der Anwendungstechnik. „Mittlerweile haben wir ein so umfangreiches
Wissen über die Kundenwünsche, dass wir für viele unserer Kunden die kompletten Rezepte für
ihre Endprodukte entwickeln.“
„Häufig treten Kunden direkt an die Forschung und Entwicklung heran und erläutern ein konkretes
Anwendungsproblem – beispielsweise den Wunsch nach einer Fassadenfarbe mit reduzierter
Anschmutzneigung“, beschreibt Bernhard Momper, Leiter der Forschung und Entwicklung,
den Prozess. „Gemeinsam werden dann die Anforderungen an das neue Produkt formuliert
und ein regelrechtes Pflichtenheft für die Umsetzung aufgestellt.“ Die Forscher entwickeln angepasste,
maßgeschneiderte Lösungsvorschläge, die aber nicht nur die technischen Anforderungen
des Kunden im Blick haben, sondern ebenso die Möglichkeiten, sie so effizient wie möglich in der
Produktion umzusetzen.
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Eine Investition in Kundenfokus und Marktorientierung
Diese engen Kundenbeziehungen und das gewachsene Marktverständnis sind die großen
Stärken des Dispersionsgeschäfts. Stärken, von denen Celanese insgesamt profitieren kann, wie
Bill Massa, Vice President Strategic Activities Group bei Celanese Chemicals, betont: „Wir
müssen näher an unsere Märkte und Endkunden heran. Es reicht nicht allein bei Basischemikalien,
Produktionsverfahren und Kostenoptimierung eine führende Position zu besetzen. Technologie
und Produkte müssen dem Markt folgen.“
Doch Kostenführerschaft ist die traditionelle Perspektive bei Celanese Chemicals. Die
Basischemikalien wie Essigsäure, Vinylacetatmonomer und Essigsäurederivate werden in
kontinuierlichen Prozessen in großen Anlagen hergestellt. Der Fokus liegt darauf, diese Prozesse
zu verbessern und die Produktionskosten zu senken. Hier gehört Celanese zu den führenden
Unternehmen. Bei den Dispersionen stehen das Marktverständnis und die individuelle Unterstützung
der Kunden im Vordergrund. Das intensive Verständnis für die Probleme und die
Denkweise der Kunden ist hier Voraussetzung für den Erfolg. Dies wird bei Celanese eine
zunehmend wichtige Rolle spielen. „Mit unserem Erfahrungshintergrund, der sich auf Basischemikalien
konzentriert, ist es für uns schwierig, neue Perspektiven auf Endkunden und Märkte
zu gewinnen. Hier erwarten wir weiterführende Einblicke von unseren neuen Kollegen aus dem
Dispersionsgeschäft, das höherwertige Chemikalien mit Blick auf den Kunden herstellt“, erklärt
Bill Massa.
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Führend bei Dispersionen
Celanese ist in Europa seit Januar 2003 die Nr. 1 im Bereich der Vinylacetat-Dispersionen, die
Nr. 2 im europäischen Markt bei Dispersionen für Lacke und Klebstoffe und weltweit die Nr. 3
im Segment der Dispersionspulver. Zugleich hat das Unternehmen rund 650 neue Mitarbeiter,
vier Produktionsstätten, sieben Technologie- und Forschungsstandorte und eine
starke Marketing- und Kundenorganisation hinzugewonnen. Dispersionen können durch die
Polymerisation von Vinylacetatmonomer (VAM) oder durch die Copolymerisation von VAM,
Acrylaten oder Styrolacrylaten mit anderen Monomeren (z.B. Ethylen, Acrylaten) oder
Maleaten hergestellt werden. Dabei wird häufig Polyvinylalkohol
als Schutzkolloid verwendet.
Bereits heute ist Celanese der wichtigste Lieferant von Vorprodukten für das Geschäft. Die
Dispersionsbetriebe in Tarragona, Spanien, und Frankfurt-Höchst werden direkt von benachbarten
Celanese Chemicals Betrieben mit Vinylacetatmonomer und anderen Vorprodukten versorgt.
Die Standorte in Perstop, Schweden, und Koper, Slowenien, bekommen ebenfalls einen
Großteil ihrer Vorprodukte von Celanese. Durch die Zunahme des unternehmensinternen Verbrauchs
von Vinylacetatmonomer und anderer Vorprodukte verringern wir die Abhängigkeit
von Marktschwankungen und steigern unseren Wert.
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Verbinden, schützen, kleben
Dispersionen sind im täglichen Leben überall präsent, beispielsweise als Bindemittel in Anstrichfarben
und Putz, als Schutzfilm für Beton oder Holz, als Klebstoff für Papier und Verpackungsmaterial, Holzleim
oder um hochwertigem Papier seinen Glanz zu verleihen. All diese Produkte, die ihre spezifischen Eigenschaften
wesentlich den Dispersionen verdanken, können ohne oder mit wenig Lösemitteln formuliert
werden. Dies ist langfristig ein ganz entscheidender Vorteil: Aus Gesundheits- und Umweltschutzgründen
wird bei Produkten, die im Haushalt eingesetzt werden, zunehmend erwartet,
dass sie möglichst wenig Lösungsmittelzusätze
enthalten.
Weitere Spezialitäten des Dispersionsgeschäfts sind Bindemittel zur industriellen Beschichtung
von Dachsteinen zu dekorativen und Schutzzwecken. Auch in diesem Bereich müssen extrem
hohe Kundenanforderungen erfüllt werden - nicht nur in Bezug auf die Wetterstabilität, sondern
auch, was die Verarbeitung im Produktionsprozess betrifft.
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Das innovative Logistikkonzept
setzt ausschließlich Tanklastwagen einer
Transportfirma ein. Das Ergebnis: niedrigere
Kosten und höhere Lieferzuverlässigkeit.
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Vorbildliche Logistik
„Wir wollten, dass unsere Mitarbeiter proaktiv Nachfrage und Lieferung managen können,
anstatt Feuerwehr zu spielen und Probleme auf den letzten Drücker zu lösen“, erklärt Helmut
Plum, Geschäftsführer des Dispersionsgeschäfts in Deutschland, die Motivation für die Einführung
eines neuen Supply Chain Management-Prozesses vor über einem Jahr - mit Erfolg:
Die Produktivität nahm um 25 % zu und die Lieferzuverlässigkeit verbesserte sich auf rund
98 %. Der neue Prozess umfasst Nachfrage- und Kapazitätsplanung sowie Produktions- und Lieferterminierung.
Mit diesen vier Bestandteilen konnte das Geschäft die Kapazitätsauslastung,
die Produktverfügbarkeit, die Bereitstellung von Produktionsmitteln und die Lieferzuverlässigkeit
optimieren. Der Prozess wird durch ein neues Logistikkonzept unterstützt.
„Einen Tankzug zu befüllen kann bis zu vier Stunden dauern, je nachdem, wie zähflüssig das
Produkt ist. Dies führte häufig zu Wartezeiten“, erläutert Friedrich Heßel, Betriebsleiter Dispersionen.
Heutzutage werden nur noch Tankfahrzeuge der Logistikfirma Rinnen eingesetzt, um
das Befüllen der Tanks über die ganze Woche zu verteilen und eine verlässliche Lieferung sicherstellen
zu können.
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Das Celanese Emulsions Integrationsteam:
Die Experten für Technologie und
Produktion (v.l.n.r.): Peter Ronge, Betriebsleiter,
Heinz-Josef Thevissen und Joachim Kögler vom
Dispersionsgeschäft und Jürgen Brandt,
Celanese Chemicals, betrachten die drei
Produktionsanlagen.
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Dieses Team der Celanese Chemicals
in Dallas ist für die Strategieumsetzung
verantwortlich (v.l.n.r.): Phil McDivitt,
Bruce Bennett, Mark Murray und Bill
Massa.
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Neue Wege auch für das Dispersionsgeschäft
Celanese hat ein Geschäft mit hervorragenden Kompetenzen in Kundenbetreuung, Marktentwicklung,
Technologie, Logistik und Management erworben. Das Unternehmen erwartet
daraus einen Anschub für seine Strategie, sich in Richtung kundennaher, hochwertiger Spezialchemikalien
weiterzuentwickeln. Aber die Erkenntnisse gehen auch in die umgekehrte Richtung:
Celanese hat in den vergangenen Jahren mit Six Sigma und vergleichbaren Programmen, die
so genannte „Operational Excellence“, also die betrieblichen Abläufe durch klare Prioritäten
und durch systematisierte Prozesse effizienter gemacht. Das Dispersionsgeschäft hat über die
letzten Jahre bereits seine Produktivität gesteigert und Kosten reduziert. Jetzt kooperieren Experten
der Celanese Chemicals mit ihren neuen Kollegen, um weitere Verbesserungspotenziale
zu identifizieren und umzusetzen.
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