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Die Umsatzerlöse im Segment Acetylprodukte sanken im Jahr 2002 um 11 %
von € 2.155 Millionen im Vorjahr auf € 1.923 Millionen 2002. Dieser
Rückgang resultierte im Wesentlichen aus niedrigeren Verkaufspreisen
(-12 %) und unvorteilhaften Währungseffekten (-3 %), die von den
höheren Verkaufsmengen (4 %) nicht ausgeglichen werden konnten.
Die Verkaufspreise waren zwar im Jahresvergleich niedriger und
folgten der Kostenentwicklung bei den Rohstoffen, insbesondere bei
Erdgas und Ethylen. Es gelang uns aber, die Verkaufspreise sukzessive
anzuheben. Dahinter standen höhere Nachfrage, zeitweilige
Versorgungsengpässe und Rohstoffkosten, die im Jahresverlauf wieder
stiegen. Steigende Nachfrage und zeitweilige Angebotsverknappung führten
zu höheren Absatzmengen bei Vinylacetatmonomer in den USA und in Asien
sowie bei Essigsäure und Polyvinylalkohol insbesondere in Asien.
Das Segment Acetylprodukte erzielte im Jahr 2002 Erträge aus Sonderaufwendungen von €
3 Millionen, verglichen mit Sonderaufwendungen von € 125 Millionen 2001. Der Ertrag
von € 3 Millionen resultierte nahezu ausschließlich aus der Auflösung im Vorjahr
gebildeter Restrukturierungsrückstellungen sowie durch Stilllegungskosten, die niedriger
ausfielen als erwartet.
Das EBITDA ohne Sonderaufwendungen erhöhte sich im Berichtsjahr um € 44
Millionen auf € 252 Millionen.
Das Betriebsergebnis verbesserte sich auf einen Gewinn von € 145 Millionen in 2002 nach einem Verlust
von € 73 Millionen im Vorjahr. Wesentliche Gründe dafür waren geringere Sonderaufwendungen, verbesserte
Margen als Folge niedrigerer Rohstoff- und Energiekosten sowie positive Effekte der Produktivitäts- und
Restrukturierungsinitiativen.


Integrierte Wertschöpfungsketten sind ein typisches Merkmal der Chemieindustrie. Wie
bei einem Baum mit Ästen und Zweigen gehen von wenigen Rohstoffen einige Grundmoleküle
und davon eine Vielzahl von chemischen Produkten ab. Für Celanese spielt insbesondere
die Acetylkette eine Schlüsselrolle. Essigsäure und Vinylacetatmonomer sind Grundmoleküle
und gehen in eine Vielzahl von Produkten der chemischen, pharmazeutischen und
Pflanzenschutzindustrie ein.
Essigsäure und Vinylacetat bilden die starken Wurzeln für den Acetyl-Baum, so dass Celanese
heute Weltmarktführer bei einer Vielzahl von Produkten ist.
Ausgehend vom Erdgas synthetisieren wir Methanol und Essigsäure, wobei Methanol wesentlicher
Rohstoff für unsere Essigsäureanlagen in Clear Lake und Singapur ist. Aus Methanol gewinnen
wir auch Formaldehyd und Polyole, also mehrfache Alkohole.
Mit einer Jahreskapazität von über 2 Millionen Tonnen ist Celanese Weltmarktführer bei Essigsäure.
Intern verarbeiten wir die Essigsäure zu wichtigen Vorprodukten für die chemische Industrie weiter:
Essigsäureester, Essigsäureanhydrid und insbesondere Vinylacetatmonomer (VAM). Auch bei VAM sind
wir Weltmarktführer, mit sechs Produktionsstandorten und einer Jahreskapazität von rund 1,2 Millionen
Tonnen. Noch bis zum Jahr 2000 haben wir die gesamte VAM-Produktion auf dem Markt verkauft.
Durch die gezielten Akquisitionen von Polyvinylalkohol von Air Products im Jahr 2000 und des
europäischen Dispersions- und globalen Dispersionspulvergeschäfts von der Clariant Ende 2002
können wir unseren internen VAM-Absatz stabilisieren. Gleichzeitig bewegen wir uns auf der
Acetylkette nach vorne, um die Zyklizität zu reduzieren und näher an die Endabnehmer unserer
Produkte zu kommen.
Celanese wird auch in Zukunft ihre Acetylkette stärken. Im Wesentlichen erreichen wir das durch die Kosten-
und Technologieführerschaft, durch exzellente Marketingbeziehungen und durch die Weiterentwicklung der
Wertschöpfungskette.
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